
- Antimücken-App – Innovation oder Flop?
Wer kennt das nicht: Mit Freunden am Abend im Garten grillen, romantische Spaziergänge mit dem Liebsten am Wasser entlang,
Angelfreunde am See, wartend auf den großen Fang – und die Mücken umschwärmen
uns wie ein reichhaltig gedecktes Buffet. Viele Mittel sollen helfen: Sprays,
Gele, Kerzen, UV-Lichter und das eine oder andere Hausmittel aus Omas Zeiten.
Nun gibt es ein ganz neues Mittel: technisch gut ausgerüstete Menschen können sich per App die Plagegeister vom Leibe halten.
App: Abkürzung für das englische Application = Anwendung. Hier sind Software/kleine Programme für Mobiltelefone gemeint.
Die Antimücken-App gibt es bei iTunes für 79 Cent. Diese kann man auf sein iPhone, iPad oder iPod touch laden und sieht aus wie eine herkömmliche Anti-Insekten-Lampe, doch das ist nur Tarnung.
Vielmehr sendet dies App einen hochfrequenten Ton mit 14850 Hertz aus, der exakt das Summen weiblicher Mücken imitiert. Der Ton, für das menschliche Ohr nicht hörbar, soll Mücken, Stechfliegen und andere störenden Insekten vertreiben.
Stiftung Warentest hat getestet:
5 Probanden wurden 50 weiblichen Mücken ausgesetzt. Zuerst ohne Einschalten der App. Innerhalb einer Minute wurde jede Testperson drei Mal gestochen.
Nun der Test mit eingeschalteter Antimücken-App: Der hochfrequente Ton, der die Plagegeister fernhalten soll, bringt dieselben überhaupt nicht aus der Ruhe. Sie stechen genauso effizient wie mit ausgeschalteter App.
Fazit: Die Antimücken-App hält keineswegs Mücken vom Stechen ab. Wer Mücken mit dem iPhone erschlägt, hat mehr Erfolg!
Quelle: Stiftung Warentest